Die Schweiz im Griff der sibirischen Kälte

Die Kälte hat die Schweiz voll im Griff: Bei Temperaturen von bis zu 20 Grad unter Null im Flachland kämpften die Bahnen und die Autofahrer gegen die eisige Kälte. An mehreren Orten in der Schweiz kam es wegen Störungen der Gleisanlagen zu Verspätungen.

Vereiste Autos und Weichen sind keine Seltenheit (Archiv).

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Mancher Autofahrer hatte am Samstag mit der Kälte zu kämpfen (Archiv).

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Klirrende Kälte: Ein Mann an einem vereisten Uferstück des Neuenburgersees.

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In der Nacht sank die Temperatur noch einmal tiefer als gestern: Nun ist es auch im Flachland -20 Grad kalt.

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In der Nacht sank die Temperatur noch einmal tiefer als gestern: Nun ist es auch im Flachland -20 Grad kalt. .

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Bern. – Die tiefen Temperaturen lassen die Weichen vereisen. Bei rund 6800 Weichen der SBB - das sind 60 Prozent aller Weichen - soll ein Heizsystem das Vereisen verhindern. Fallen die Temperaturen aber unter minus 15 Grad, können auch die Heizungen nicht mehr immer voll funktionieren, wie eine SBB-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte. Das Heizgas verflüssigt sich.

Trotz des Einsatzes von hunderten von Hilfskräften kam es zu einzelnen Weichenstörungen. Die grössten Auswirkungen hatte die Kälte auf die Strecke zwischen Lausanne und dem Genfer Flughafen, auf der wegen Weichenstörungen nur noch zwei Geleise befahrbar waren.

Die Züge von und nach Bern, Basel, Zürich und Luzern konnten deswegen bis am späten Samstagnachmittag nur von und bis Morges fahren. Von dort mussten die Passagiere auf Regionalzüge umsteigen. Es kam zu Verspätungen von bis zu einer halben Stunde. Die Zugsverspätungen auf anderen Strecken hielten sich mit 5 bis 10 Minuten in Grenzen.

Die klirrende Kälte liess auch beim Autopannendienst des Touring Club Schweiz die Drähte heisslaufen. Am Samstag riefen bis am Nachmittag über 8000 Autofahrer und Autofahrerinnen wegen Problemen auf der Strasse an. Das ist laut TCS ein Rekord. Bis am Abend dürften es noch mehr werden. Eine vergleichbare Situation habe es letztmals vor zwölf Jahren gegeben, sagte ein Sprecher.

Zum Vergleich: Im Februar bearbeitet die TCS-Einsatzzentrale in Schönbühl BE sonst im Schnitt rund 1400 Anrufe pro Tag. Am meisten Probleme bekundeten die Autofahrer mit Batterien und eingefrorenen Türen, Schlössern sowie Handbremsen.

Wegen schneebedeckter Strasse kam es auch bei den Autoverladen zu grösseren Wartezeiten. Reisende mussten sich am Samstagnachmittag etwa in Oberwald für den Autoverlad Furka der Matterhorn Gotthard Bahn Richtung Realp bis zu eineinhalb Stunden gedulden, wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse mitteilte. Auf der Gegenseite betrug die Wartezeit rund 30 Minuten.

Zu ebenfalls rund eineinhalb Stunden Wartezeit kam es bei Klosters für den RhB-Autoverlad Vereina ins Unterengadin. Rund 30 Minuten betrug die Wartezeit in Kandersteg für den BLS-Autoverlad durch den Lötschberg nach Goppenstein. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 04.02.2012, 18:16 Uhr
  • Webcode: 1350905

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