Die Mieter des Davoser Hotels «Alexander» müssen eventuell bald schliessen. Die Besitzerin des Gebäudes hat gleich zwei Konkursandrohungen gegen die Betreiberfirma eingereicht. Es sollen Forderungen von zwei Millionen Franken offen sein.
Davos. – Das Davoser 3-Stern-Hotel «Alexander» muss seine Türen möglicherweise im laufenden Monat schliessen. Der Luzerner Betreiberfirma Swiss Hospitality Industries Holding AG (SHI) droht der Konkurs. Die Eigentümerin der Liegenschaft, die SPI Real Estate AG (SPI), hat gegenüber der SHI zwei Konkursandrohungen mit einer Gesamtforderung von 390 000 Franken gestellt. Das bestätigte der Rechtsvertreter der SPI am Freitag auf Anfrage.
Sollten die Hotelbetreiber diese Summe nicht bis Mitte Februar begleichen, wird die SPI beim Bezirksgericht Prättigau/Davos den Antrag auf Konkurs stellen. Wird der Konkurs eröffnet, hätte das gemäss dem SPI-Rechtsvertreter zur Folge, dass die Mieterin das Haus räumen müsste.
Wegen Streit das Wasser abgestellt
Die Eigentümerin und die Mieterin des Alexanderhauses liegen sich schon seit einigen Monaten wegen unbezahlter Forderungen (Mietzins, Nebenkosten) in den Haaren. Aktuell soll die SHI der Liegenschaftsbesitzerin ungefähr 2,4 Millionen Franken schulden. Im vergangenen Oktober war diese Auseinandersetzung offen eskaliert.Weil die SHI damals Miete sowie Nebenkosten im Umfang von etwa 800 000 Franken nicht bezahlt haben soll, liess der Gebäudeeigentümer den Hotelbetreibern kurzerhand zwei Tage lange das Wasser abstellen.
Im Verlauf der Auseinandersetzung war den Mietern bereits im vergangenen Jahr gekündigt worden. Mit einem von der SPI beantragten Ausweisungsverfahren beschäftigt sich derzeit noch das Bundesgericht. (béz)
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