Kinder, die an der Brust gestillt worden sind, weisen bessere Lungenfunktionswerte auf als Kinder, die keine Muttermilch erhalten haben. Dies gilt auch für Kinder von asthmakranken Müttern.
Bern. – Zu diesem Schluss gelangt eine Studie des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), die am Freitag publiziert wurde. Die Forschungsgruppe um Claudia Kühni vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern widerlegt damit Daten, die vor einigen Jahren in den USA präsentiert worden sind.
Diese belegten, dass Kinder von stillenden asthmakranken Müttern einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, später selber an Asthma zu erkranken.
Grössere Lungen
Das Berner Forschungsteam schliesst in seiner Untersuchung, dass auch die Milch von Müttern mit Asthma die Durchgängigkeit der Atemwege der Kinder günstig beeinflusst. Auf welche Weise dies geschieht, ist unklar.
Bei Kindern, die während vier Monaten oder länger gestillt werden, entwickeln sich zudem grössere Lungen. Dabei gilt: Je länger sie Muttermilch erhalten haben, desto grösser ihr Atemzugvolumen.
Stillen wird empfohlen
«Wir empfehlen also weiterhin allen Frauen das Stillen, insbesondere auch solchen, die an Asthma leiden», sagte Forschungsleiterin Kühni.
Die Forschenden haben Gesundheitsdaten von rund 1500 Schulkindern aus Grossbritannien ausgewertet. Die Resultate werden auf der Internetseite der Zeitschrift «American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine» publiziert. (sda)
Sa, 21.04.2012 15:17 Uhr | 0 Kommentare
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