Nachdem einzelne Billetts und Abonnemente bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer den öffentlichen Verkehr nutzt, muss künftig tiefer in die Tasche greifen, wie der Verband öffentlicher Verkehr gestern bekannt gab.
So erhöhen die verschiedenen Anbieter die Billett- und Abonnementepreise um durchschnittlich 5,6 Prozent. Auch die Rhätische Bahn (RhB) wird mitziehen müssen und die Billettpreise in ähnlichem Rahmen erhöhen. Konkrete Zahlen, was diese Preise der RhB betreffen, liegen laut dem Leiter Vertrieb und Marketing, Martin Sturzenegger, zurzeit noch keine vor. Und auch um wie viel das Bündner Generalabonnement teurer wird, könne er erst in zwei bis drei Monaten sagen. «Wir müssen uns erst noch mit den anderen Verkehrsunternehmen wie Postauto Graubünden und dem Stadtbus Chur absprechen», so Sturzenegger.
Die Reaktionen auf die Tariferhöhungen fielen gestern unterschiedlich aus. Der Gewerbeverband befürwortete die Massnahme als «kleiner Schritt in Richtung Kostenwahrheit». Die SP kritisierte insbesondere die stärkere Belastung für regelmässig Bahnfahrende. Damit werde der wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle öffentliche Verkehr deutlich weniger attraktiv. (blu)