Zürich. – Erstmals hat die amerikanische Justiz im Kampf gegen Steuerbetrug eine Schweizer Bank angeklagt. Der Bank Wegelin wird vorgeworfen, Kunden der UBS übernommen zu haben, als die Grossbank aus dem grenzüberschreitenden Geschäft mit US-Bürgern ausstieg.
Wegelin soll geholfen haben, 1,2 Milliarden Dollar vor dem US-Fiskus zu verstecken.
Auf der sicheren Seite
Die Bank Wegelin hat ihr Kerngeschäft mit Kunden aus der Schweiz und Europa vergangene Woche aufgrund der drohenden juristischen Auseinandersetzung an die Raiffeisen-Gruppe verkauft. Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz fühlt sich mit der Übernahme des Nicht-US-Geschäfts auf der sicheren Seite.
Kundenbeziehungen mit ausländischen Steuerflüchtigen würden konsequent gekappt, sagt er im Interview. Die neue Bank unter dem Namen Notenstein sei «eine der saubersten in der Schweiz». (sda/so)